Opel

 

1862 begann Adam Opel in Rüsselsheim in der väterlichen Werkstatt mit dem Bau der ersten Opel-Nähmaschine. Bis 1911 wurden dann Nähmaschinen und die ersten Fahrräder gefertigt. Nach einem Fabrikbrand 1911 beendete das Unternehmen den Bau von Nähmaschinen und stellte ab 1912 nur noch Fahrräder auch motorbetriebene her. 1936 übernahm NSU die Fahrradproduktion.

1899 wurde die Motorwagenfabrik des Friedrich Lutzmann von Opel übernommen und der Opel Patentmotorwagen wurde in Rüsselsheim gefertigt.

Unter einem Kooperationsvertrag von 1902 bis 1907 mit dem Automobilbauer Darracq produzierte Opel Fahrzeuge unter dem Markennamen Opel-Darracq und die Fertigung eigener Fahrzeuge begann. Bekannte Fahrzeuge waren ab 1909 der „Doktorwagen“; 1911 ein Stromlinienfahrzeug das „Opel-Ei“. Auch während des 1. Weltkrieges produzierte Opel weitere Modelle. 1919 bis 1924 den ersten Sechszylinder. 1924 die Umstellung auf Fließbänder und die Fertigung vom 4PS „Laubfrosch“.1928 war, mit 42.771 hergestellten Fahrzeugen, die Adam Opel KG größter deutscher Automobilhersteller. Motorräder wurden in Rüsselsheim noch bis 1930 gefertigt. Von 1909 bis 1923 fertigte Opel, mit kurzer Unterbrechung um 1918, LKW. 1927 wurde die LKW Produktion wieder aufgenommen u.a mit dem erfolgreichen „Opel Blitz“.

Zwischen 1929 und 1931 wurde die Adam Opel AG vollständig von Automobilkonzern General Motors (GM) übernommen. Während der Weltwirtschaftskrise fuhr das Unternehmen hohe Verluste ein.
In der NS-Zeit behielt GM das Unternehmen und produzierte erfolgreich 65.000 Stück des „Opel P4“. In Brandenburg wurde ein modernes Werk, zur Fertigung des größeren Dreitonner „Blitz“-Lkw, für die Ausrüstung der Wehrmacht gebaut. 1935 bis 1939 gab es die Vierzylindermodelle Kadett (1,1 / 23 PS) und Olympia (1,5 l / 37 PS), sowie den Sechszylindermodelle Kapitän (2,5 l / 55 PS) und Admiral (3,5 l / 75 PS). 1938 wurden 140.580 Fahrzeuge gebaut. 1940 musste Opel die Fertigung ziviler Fahrzeuge vollständig einstellen und die Produktion von LKW Opel Blitz steigern. In Rüsselsheim stellte Opel auch Motoren, Teile für Torpedos, Raketen sowie Komponenten für die Ju 88 und die Me 262 her. Opel produzierte bis zum Kriegsende unter der Leitung von GM 1,1 Millionen Fahrzeuge. 1945 bis 1947 wurden in Rüsselsheim Opel Vorkriegsmodelle repariert.
1946 bis 1959 produzierte Opel Kühlschränke. Das Lkw-Werk Brandenburg sowie die Anlagen zur Kadett-Fertigung wurden 1946 in die Sowjetunion transportiert. 1947 nahm Opel in Rüsselsheim die Produktion der Modelle Olympia und Kapitän wieder auf.
In den 1950er Jahren kamen die Modelle Olympia, Olympia Rekord, Rekord P1, Kapitän und später Commodore hinzu.
In den 1960er Jahren gab es einen neu entwickelten „Opel Kadett“ und die 3 großen Kapitän, Admiral, Diplomat. Ab 1970 kamen Ascona und Manta auf den Markt. 1978 wurde der Diplomat durch den Senator ersetzt und der Monza kam hinzu. Ab 1983 wurde der Corsa und ab 1987 die Modelle Astra und Omega gefertigt.
Seit Ende der 1980er Jahre hatten schlechtes Design, rigorose Sparmaßnahmen, Fehler bei Marketing, Modellentwicklung, Produktion und Qualitätssicherung sowie schlechte Unternehmensführung von GM Opel in eine Krise getrieben. 2008 bis 2016 wurde versucht die Opelwerke von GM zu trennen. Das merkwürdige Verhalten von General Motors bei allen Verhandlungen führten nicht zum Erfolg, brachten auch keine Verbesserungen für Opel.

2013 teilte die Führungsspitze von GM mit, dass in den nächsten Jahren 23 neue Modelle sowie 13 neue Motoren entwickelt werden sollen. 2012 kam das Kompakt-SUV Mokka und der Kleinstwagen Adam, 2013 dann das Stoffdach-Cabriolet Cascada.
2017 erfolgte dann der Verkauf der Adam Opel AG und die britische Vauxhall Motors von General Motors an die französische Groupe PSA und die Adam Opel AG wurde wieder in die Opel Automobile GmbH umgewandelt.

Opel GT 1900 (1968-1973)

 

Motor:                         4-Zylinder-Reihenmotor, Registervergaser

Hubraum:                    1.897 cm³

Leistung:                     90 PS bei 5.100 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h

Getriebe:                     4-Gang-Schaltgetriebe

Fahrwerk:                    Doppel-Dreieckslenker vo, Starrachse hi,

Stückzahl:                    103.463

damaliger Grundpreis:   DM 11.880,-

 

 

 

Opel Kadett C City (1975-1979)

 

Motor:                         4-Zylinder-Reihenmotor, Flachstromvergaser

Hubraum:                    1.187 cm³

Leistung:                     60 PS bei 5.400 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h

Getriebe:                     4-Gang-Schaltgetriebe

Fahrwerk:                    Einzelradaufhängung/Scheibenbremsen vo

Stückzahl:                    ca. 1,6 Millionen

damaliger Grundpreis:   DM ca. 9.000,-

Ausstattung:                 ATS Leichtmetallräder, Sportlenkrad

Opel Monza GSE 3.0E (1978-1982)

 

Erstzulassung:             08.1982

Motor:                         6-Zylinder-Reihenmotor, Benzineinspritzung

Hubraum:                    2.986 cm³

Leistung:                     180 PS

Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h

Getriebe:                     4-Gang-Schaltgetriebe

Fahrwerk:                    Scheibenbremsen rundum

damaliger Grundpreis:   DM 29.360,-

Ausstattung:                 Schiebedach, Leichtmetallräder,

                                   Sportpaket, Metallic-Lackierung, etc.

 

Opel Kadett E GSi (1984-1991)

 

Erstzulassung:             04.1991

Motor:                         4-Zylinder-Reihenmotor, Benzineinspritzung

Hubraum:                    1.998 cm³

Leistung:                     160 PS bei 6.600 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h

Getriebe:                     5-Gang-Schaltgetriebe

Fahrwerk:                    Querlenker vo, Verbundlenkerachse hi,

                                   Scheibenbremsen rundum

damaliger Grundpreis:   DM 30.090,-

Ausstattung:                 Metallic-Lackierung, Lederausstattung,

                                   Sondermodell "Champion", Sportfahrwerk,