Citroen

 

André Citroen gründet 1919 sein Automobilunternehmen, und bestimmt als Markenzeichen zwei Winkelverzahnungen von Zahnrädern, dessen Erfindung und Konstruktion er einige Jahre zuvor patentieren ließ. Im gleichen Jahr lief auch der erste Citroen vom Band, den er als Zeichen seiner Freundschaft zum amerikanischen Automobilunternehmer Henry Ford als "Typ A" bezeichnete. Die Besonderheit des Fahrzeuges waren bereits serienmäßig elektrisches Licht und elektrischer Anlasser. André Citroen hatte die Vision, das Automobil mit moderner Technik in Großserie für Jedermann zugänglich und erschwinglich zu machen. Das Verfahren der Fließbandproduktion Henry Fords, das André Citroen einige Male vor Ort in den USA interessiert begutachtete, beinflusste den französischen Automobilpionier nachhaltig. Mit Einführung von Austausch-Ersatzteilen 1920 und als erster Anbieter von Leasing- und Mietfahrzeugen (seit 1921) setzte er sein Ziel der Massenmotorisierung in Frankreich und Europa erfolgreich um. Durch die Einführung und Subvention von Straßenschildern in Frankreich versuchte Citroen zusätzlich auch Einfluß auf das mit den Fahrzeugen verbundene Verkehrswesen und die Infrastruktur zu machen. Die Wertigkeit und Belastbarkeit seiner Fahrzeuge, stellte der Unternehmer auf mehreren Expeditionen unter Beweis, die ihn von Paris aus bis nach Afrika und Peking brachten. Citroen erlangte bald den Ruf des Hersteller der französischen Oberklassefahrzeuge. Aus Überzeugung zur Qualität seiner eigenen Produkte führte er 1929 einen einjährige Neuwagengarantie auf Citroen Automobile ein. Sein Unternehmen wusste Citroen durch ausgefallene Marketingideen zu inszenieren. So gelang es ihm als Erster per Lichtreklame die Letter "Citroen" am Eiffelturm darzustellen. 1934 stellte Citroen den "Traction Avant" vor. Die frontgetriebene Ganzstahlkarosserie mit sehr guten Fahreigenschaften war das letzte Fahrzeug, das André Citroen persönlich vorstellen durfte, bevor er schließlich 1935 starb. Die Weltwirtschaftskrise sowie Spielschulden des Gründers zwang das Unternehmen 1934 in den Konkurs und wurde vom französischen Reifenhersteller Michelin übernommen. Nach dem Krieg erlebte die Marke Citroen ihre zweite Blütezeit - für die meisten Anhänger der französichen Marke sind der beliebte Citroen 2CV ("Ente"), der avantgardistische Oberklasselimousine Citroen DS ("die Göttin") oder der auffallende Transporter "Citroen HY", die nachhaltigsten, weil erfolgreichsten Modelle des französischen Automobilunternehmens, dass schließlich 1975 vom Konkurrenten Peugeot übernommen und verstaatlich wurde. Was bleibt ist die Erinnerung an den genialen Erfinder André Citroen, der maßgeblich die Massenmotorisierung in Frankreich beeinflusste und avantgardistische Fahrzeuge baute, die stets ihrer Zeit voraus waren.

Citroen 2CV (1949-1990)

 

Erstzulassung:             1986

Motor:                         2-Zylinder-Boxermotor, Vergaser, luftgekühlt

Hubraum:                    597 cm³

Leistung:                     27 PS bei 5.750 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h

Getriebe:                     4-Gang "Revolverschaltung"

Fahrwerk:                    Frontantrieb, Einzelradaufhängung

                                   Scheibenbremsen vo, Trommelbremsen hi

Stückzahl:                    3.867.932

damaliger Grundpreis:   DM 6.790,-

Ausstattung:                 4 Türen, Ausstellfenster, Falt-Rolldach Stoff, etc.