Borgward

 

Die "Fahrzeugwerke Borgward & Co. G.m.b.H" wurden zwar bereits 1925 vom Ingenieur Namensgeber Carl Friedrich Wilhelm Borgward gegründet - die große Blütezeit der bekannten Bremer Automobilmarke waren jedoch die 50er Jahre. Aus dem "Blitzkarren" der Bremer Aufbau-Industrie wurde der "Goliath", der wiederum 1928 zur Gründung der "Goliath-Werke Borgward & Co" führte. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise übernahm Borgward zusätzlich die Aktienmehrheit der Hansa-Lloyd Werke A.-G. Beim allen Gründungen stand Borgwards Weggefährte der Kaufmann Wilhelm Tecklenbourg zur Seite, der die jeweiligen Unternehmungen mitfinanzierte. 1936 führte der vorzeitige Höhepunkt, der Zusammenschlüsse zu den "Hansa-Lloyd-Goliath Werke AG", gleichzeitig auch zum Bruch zwischen den beiden Unternehmern. Borgward fühlte sich von den damaligen Miteigentümern bedrängt, wollte selbstständig sein. Tecklenbourg erhielt eine Abfindung und Borgward gründete 1937 schließlich die "Hansa-Lloyd-Goliath Werke Carl F. W. Borgward", die er nach Bau des neuen Automobilwerkes in Bremen-Sebaldsbrück 1938 ein letztes Mal schlicht in "Carl F. W. Borgward" änderte. 1945 wurde Borgward zu 3 Jahren Gefägnis verhaftet. Aus einem Entwurf von 1940 und durch die Inspiration amerikanischer Autozeitschriften, die ihm Wachpersonal zukommen ließen, kreierte Borgward seinen ersten Nachkriegs-PKW, den "Borgward Hansa 1500" - das erste deutsche Fahrzeug mit Pontonkarosserie. Borgwards Gespür für moderne Technik und zeitgemäßen Design, begegnete die deutsche Automobilkonkurrenz mit Respekt und Neid. Borgward splittete sein Unternehmen erneut auf in die Marken Borgward, Goliath und Lloyd und deckte somit die Kleinwagenklasse, wie auch die Oberklasse mit seinen vielseitigen Modellen ab. Die "Borgward Isabella" wurde zur Mitte der 50er Jahre der größte Verkaufserfolg des Unternehmers, mit dem "P 100" lieferte Borgward das erste deutsche Fahrzeug mit Luftfederung und zugleich einen ernst zu nehmenden Konkurrenten für Mercedes-Benz in der Oberklasse. Um das Ende der Marke Borgward, verbunden mit den anderen Bremer Automobilmarken ranken sich unterschiedliche Mythen. 1960 stand Borgward vor dem Konkurs und wurde schließlich 1961 vom Bremer Senat zur Aufgabe seines Unternehmens gedrängt. Borgward war am Ende - bis 2008. Sein Enkel Christian Borgward setzt seitdem die Familientradition fort und vermarktet zusammen mit seinem Partner Karlheinz L. Knöss in Luzern unter der neu gegründeten Borgward AG Wasserfahrzeuge, Flugzeuge und natürlich auch Automobile.

 

Borgward Isabella Coupé (1965-1962)

 

Erstzulassung:             1960

Motor:                         4-Zylinder-Reihenmotor, Vergaser

Hubraum:                    1.500 cm³

Leistung:                     75 PS

Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h

Getriebe:                     4-Gang-Lenkradschaltung

Fahrwerk:                    Trommelbremsen rundum

Stückzahl:                    9.850

damaliger Grundpreis:   DM 10.950,-

Ausstattung:                 Schiebedach, Sonderlackierung,

                                   Kunstleder, etc.

 

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